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Kleßen

Das Dorf Kleßen liegt westlich von Friesack und gehört zu den ältesten Dörfern des Ländchens Rhinow und wurde 1352 erstmals urkundlich erwähnt

Das 1. evangelische Kirchenvisitationsprotokoll sagte aus, dass schon 1541 eine Kirche im Ort stand.

Wann die erste Kirche genau entstand, kann niemand mehr sagen. Sie wurde durch ein Feuer vernichtet. Auch hier ist die Jahreszahl nicht bekannt.

Erst 1698 wurde eine neue Kirche als Fachwerkbau in Saalform errichtet. Der 1757 erbaute Turm wurde 1886 durch einen Turm aus rotem Ziegelmauerwerk ersetzt. 1929 musste das baufällige Kirchenschiff gesperrt und abgerissen werden.

Nach dreijähriger Bauzeit wurde die heutige Kirche am 22. Oktober 1932 mit einem festlichen Gottesdienst wieder eingeweiht.

Im Ostteil der Kirche befinden sich zwei hölzerne Patronatsemporen über geschlossenen Seitenräumen. Gemalte Ahnenwappen derer von Bredow und eingeheiratete Adelsfamilien sowie Inschriften zieren zwischen gegliederten Pfeilern die Brüstung. Zwischen den Emporen ist der Kanzelaltar aus Holz von 1760 zu sehen. Das Retabel (Rückwand des Altars) wird von korinthischen Säulen geziert. Über der blumengeschmückten Kanzel befindet sich ein kronenartiger Schalldeckel. Dieser stellt das Symbol der Dreieinigkeit dar. Hoch über dem Altar erstrahlt die goldene Sonne, das Symbol Gottes.

Vor dem Altar steht eine auffallend schöne Renaissancetaufe aus dem Jahre 1607. Das achteckige und ebenfalls hölzerne Werk steht auf Volutenfüßen und wird von Löwenköpfen, Wappen, Muscheln, Säulchen und anderem Beiwerk geschmückt Laut einer Inschrift ist die Taufe vom Kirchenältesten, dem Bauern Rehfeld aus Klessen, einst gestiftet worden. Auch der kronenartige Deckel ist reich bemalt und verziert. Das bemerkenswerte an dieser Taufe ist, dass der Deckel, welcher über ein Seil mit der Decke verbunden ist, bei Taufen angehoben und hochgezogen werden kann.

Die im Westteil des Kirchenschiffes befindliche Orgelempore ist den Patronatslogen gleichgestaltet. Eine neue Orgel wurde 1932 eingebaut.

Das historische Orgelgehäuse trägt Akanthusschmuck aus dem Jahre 1717. Im oberen Teil des Turmes befinden sich zwei Glocken von unterschiedlicher Größe. Die kleine Glocke wurde 1594 gegossen. Geschmückt ist diese am Hals mit gotischem Blätterfries. Des weiteren trägt sie zwei schmale Schriftbänder. Darin steht in römischen Majuskeln:

“SIT NOMEN DOMINI BENEDICTUM”(Gelobt sei der Name des Herrn)

 
Bild der Kirche in Kleßen

 

KlessenInnenTaufeKlessen

Fotos: Gerbeth

Kultur in der Kirche

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